Lavendel Destillation

Ein Bericht von Franz Sonndorfer,

Ich möchte kurz von unserem heutigen „Lavendel Destilliertag“ berichten.  Auf meine Anregung im Kräuter Blog haben sich spontan Renate und Erika gemeldet beim Herstellen von ätherischen Lavendel Öl dabei zu sein. Renate hat auch eine kleine Destille.

Um 14:00 haben wir uns bei Kaffee und Mohnzöpfen (danke Erika für die sehr leckere Idee!) über Kräuter und deren Verarbeitung eingestimmt. Ohne darauf Rücksicht zu nehmen dass man normalerweise im Winter „brennt“ und nicht bei einer hochsommerlichen Rekord Temperatur, haben wir uns in die Werkstatt begeben, wo ich eine kleine Destille betreibe mit der vorwiegend Öle (wenn es sein muss auch Schnaps) Hobby mäßig gewonnen werden können.

Als erstes schneiden Renate und Erika ca. ein viertel des Billa-Sackes Lavendel klein. Im Küchen Cutter wird das Kraut nochmals zerkleinert damit der Wasserdampf die ätherischen Öle des Krautes besser heraus lösen kann. Der destillier Kessel wird mit ca. 1,5 Liter Wasser befüllt, dann kommt der Einsatz zum Erdäpfeldämpfen rein und darauf das Kraut. Nach ca. 15 Minuten beginnt das Wasser zu kochen, Dampf steigt auf und durchströmt das Kraut, löst deren Öle raus und wird im Wasserbadkühler wieder zu Wasser und (hoffentlich reichlich) Öl kondensiert. Ich fange das Kondensat in einer Spritze auf wo das Öl aufschwimmt und das Hydrolat wie über einen Siffon in ein ½ Liter Glas abfließt und aufgefangen wird.

Nach dem ersten Durchgang erhalten wir sage und schreibe 2 ml reines ätherisches Öl und ca. 1 Liter wohlduftendes Lavendel Hydrolat.  Dank Renate bin ich jetzt im Besitz einer Pipette und kann das wertvolle Gut aus der Spritze sehr präzise absaugen und in dunkle 5mL Flaschen füllen.

Den zweiten Durchgang haben wir mit Renates Destille durchgeführt. Renate und Erika haben dafür die Blütenköpfe des Lavendels von den Stängeln getrennt und zerkleinert. In der zwischen Zeit habe ich versucht den Wasserschlauch am Kühler zu befestigen und einen Abfluss zu bauen, so wie eine Flasche unter dem Auslass des Kühlers zu befestigen. Befeuert wurde der neue Kupferkessel mit einer Lötlampe die auf einer Lade der Werkbank befestigt wurde. Nach wenigen Minuten dampfe das Gerät und aus dem Kühler trat eine dunkelviolette Flüssigkeit aus, die wir als „Tee-Öl-Mischung“ deuteten.

Beschäftigt waren wir mit Lavendel schneiden, Kuchen und Kaffee genießen, Lavendel zerkleinern, destillieren, abfüllen und beschriften ca. 3 Stunden!

Danke Erika und Renate für Eure Mithilfe, so wie für Eure kulinarische Unterstützung!

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Kräuterinfos

Eine Antwort zu “Lavendel Destillation

  1. Tina

    Oh das ist wirklich ein sehr interessanter Beitrag! Ich war letztes Jahr in Grasse und habe dort ein Destillationsmuseum besucht, das war sehr inetressant. Hier habe ich noch eine Seite gefunden, die allgemein sehr gut über Lavendel als Pflanze informiert: http://www.lenas-tulpenbaum.de/die-lavendelheide-bringt-frischen-wind-in-dein-gartenreich.html .

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